Therapie - Podhalaner in Schönbrunn

Von Gabriela Höllbacher aus Österreich erhielt ich einen so netten Bericht und Fotos; beides möchte ich den Besuchern unserer WebSite nicht vorenthalten! 

In Amerika läuft seit einiger Zeit sehr erfolgreich ein Projekt, bei dem Pyrenäenberghunde eingesetzt werden um verwaiste Raubtierbabies zu betreuen. Als sie Stoffel, den kleinen Bären fanden, meinte Dr. Pechlaner, der Zoodirektor von Schönbrunn, daß er das auch ausprobieren wollte. Die PR-Managerin von Schönbrunn ist eine alte Bekannte von mir. Sie fragte mich, ob ich eine Hündin aus meinem letzten Podhalaner-Wurf zur Verfügung stellen würde. 
 
 


Da ich mir Ostaja selber behalten wollte und alle anderen schon vergeben waren, habe ich abgelehnt. Nachdem sie mich zwei Wochen lang genervt haben, stimmte ich zu, mir die Sache mal vor Ort anzusehen. Da Mira, sie wurde umgetauft, keine Angst vor dem Bären zeigte und auch Stoffel sehr von ihr angetan war, entschloß ich mich schweren Herzen sie herzugeben.
 

Bei einigen Besuchen konnte ich mich überzeugen, daß sie ein glückliches ausgefülltes Leben dort hat. Sie darf mit dem Oberpfleger der Raubtiere den ganzen Tag im Gelände des Zoos herumgehen, und laut seiner Aussage hat sie sich bestens integriert. Hat ihr Herrchen frei, dann fährt sie mit ihm zu seinem Heim, hat er Nachtdienst, schläft sie im Zoo.
 
 

  Stoffel schien anfangs auch aufzublühen, aber Mira behielt immer die Oberhand und ließ sich nichts von ihm gefallen, außerdem war sie schneller als er. 


 
 

Ihr "Bärendienst" war für ca. eine Stunde am Vormittag und eine Stunde am Nachmittag angesetzt. Stoffel soll sie immer sehnsüchtig beim Eingang erwartet haben.  

Leider mußte Stoffel eingeschläfert werden, da er bösartig wurde. Es hat ihm ein Teil des Gehirns gefehlt oder war nicht richtig ausgebildet. Bei meinen Besuchen hatte ich den Eindruck, er bewege sich ähnlich einem Spastiker. 

Nun hat Mira "Arbeitsfrei"  bis wieder ein verwaistes Baby eine Ersatzmutter und Spielgefährtin braucht. 

Gabriela Höllbacher, 
Podhalaner „vom Wogenrain“