Wie unser Hund ins Haus kam

Sandy Braun, 11 Jahre alt, aus Luxemburg.
Ganz allein formuliert und in deutscher Sprache geschrieben!

Wir wollten schon lange einen Hund haben. Aber meine Mutter wollte anfangs nicht. Sie sagte: „Wir können keinen Hund halten, und wer geht mit ihm spazieren?“ Hm! „Wir gehen morgens und mittags mit ihm spazieren! Und abends! Bitte!“ „Ja, vielleicht!“ „Papa sagte, daß wir einen Hund bekommen und zwar einen Berner Sennenhund. Und dich stimmen wir auch noch um!“ Wir guckten im Fernsehen immer Saltkrokan mit Bootsmann, und wir sangen: „Bootsmann, Bootsmann!“ Mama sagte, daß sie es sich überlegt hätte, und daß wir einen Hund bekommen, aber unter einer Bedingung. Ja, was denn noch? „Ich gehe nicht alle Tage mit ihm spazieren, okay?“ „JA!“ Als Papa nach Hause kam, sagten wir ihm, daß Mama mit einem Hund einverstanden ist.

Sandy Braun mit Hassan Bär vom Wolfshorn
 

Mitte September war unser Freund Leo mit seinem Hund Unkas in Luxemburg auf einer Hundeausstellung. Meine Mutter, Papa, Steve und ich waren mittags auch dort hingefahren. Viele Leute waren dort und viele Hunde. Es war sooo schön! An einer Ecke waren auch Slovensky Cuvac. Die waren so süß! Steve und ich konnten sogar mit in die Gitterbox, ohne daß sie uns etwas taten. Und unsere Mutter, Germaine, war sofort in sie verliebt. Wir unterhielten uns sehr lange und machten gleich mit Walter einen Termin aus. Das war der Besitzer von den Hunden. Er kam aus Belgien. Papa sagte ihm, daß wir keinen Hund aus dem Zwinger wollten. „Ja, ja,“ sagte Walter, „unsere Hunde laufen im Haus.“

Im November sind wir mit unseren Freunden nach Belgien gefahren. In La Panne haben wir etwas gegessen, und um 14.30 Uhr hatten wir eine Verabredung mit Walter. Aber es war schon 16 Uhr, als wir dort ankamen. Er hatte uns einen Zettel geschrieben. Wir waren erstaunt, als wir die Hunde in verschiedenen Zwingern sahen.

Als wir erfuhren, daß es in Luxemburg wohl noch keinen Cuvac gibt und in Deutschland auch nur ein paar, da war ich sehr erstaunt. Papa hatte mal in einer Zeitung die Slovensky Cuvac gesehen, und die Autorin Petra Krivy rief er einmal an. Sie sagte: „Kommt doch mal hoch!“ „Okay! Wann? Sonntag, ja, okay. Tschüß, Petra!“ Als ich nach Hause kam, sagte mir Papa die Neuigkeit, und ich tänzelte wie wild im Zimmer herum. Ich habe die Rasse gern!

Petra und ihr Freund Hardy wohnen in Kirchhundem Kruberg. Wir waren zwei Stunden unterwegs, als wir in Kirchhundem ankamen. Aber leider konnten wir keine Straße finden, die Kruberg heißt. Als es auf die zwölf Uhr zuging, entschied Papa, erstmal etwas Essen zu gehen und nach der Adresse zu fragen. Nach dem Essen fragte Papa nach der Straße. „Da seid ihr aber ganz falsch! Fahrt vier Kilometer zurück und biegt rechts ab!“ Wir brauchten noch fast eine Stunde, bis Papa die Adresse fand! Petra hat vier Hunde. Die Farbe der Hunde ist weiß. Der Rüde kann 62 - 70 cm groß werden.

Wir saßen bis acht Uhr bei Petra, und es hat sich gelohnt! Als wir wieder im Auto saßen, entschieden Mama, Papa und ich, daß wir von Petra einen Hund nehmen wollten. Petra hat auch vom Club erzählt und gesagt, daß wir doch auch zum Club kommen sollten.  
Hassan Bär vom Wolfshorn

Auf einmal kam ein Brief von Petra, daß am 24. Januar ein CSC-Treffen ist und ob wir mitkommen. Natürlich sagte Papa zu. Als wir im Auto saßen, war ich so aufgeregt, daß meine Hände zitterten. Und ich war sehr froh! Wir kamen um halb zwölf dort an. Sie saßen schon an den Tischen. Wir bekamen gutes Essen. Um halb zwei gingen wir spazieren. Ich durfte sogar Petras Hund Nessie halten. Hardy erklärte mir sehr viel.

Im April bekamen wir wieder einen Brief vom CSC-Verein. Es handelte sich um ein Treffen in Dortmund. Es war eine Hundeausstellung und abends eine Generalversammlung. Steve konnte nicht mit. Papa hatte ein Zimmer für uns drei reserviert, Steve wäre in Dortmund leicht verloren gegangen. Als wir dort waren, suchten wir einen Parkplatz. Es war eine große Anlage. Wir suchten nach Petra und den anderen. Wir waren von 11 - 17 Uhr auf der Europa-Schau. Danach fanden wir das Hotel für die Versammlung nicht. Nach einer Stunde fanden wir es doch. Die Generalversammlung dauerte nicht lange. Petra sagte uns, daß dies nicht das Hotel ist, wo wir schlafen. Die Pension war auch in Kirchhundem. An diesem Abend ging es lustig zu. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück fuhren wir nochmal bei Petra vorbei. Wir gingen noch mit den Hunden spazieren. Papa, Mama und ich unterhielten uns noch lange mit Petra.

Hassan Bär vom Wolfshorn
 

Als Petra dann später anrief, daß Hassan glücklich und gesund auf die Welt gekommen ist, tänzelte ich im Zimmer herum und umarmte meine Eltern. Ich freue mich sehr, daß wir einen Hund bekommen! Papa macht einen Termin aus. Es sind noch dreizehn Tage bis zur Abfahrt.

Endlich, am 20. Juni 1999, fuhren wir dorthin. Wir waren drei Stunden unterwegs. Mittags picknickten wir auf einer Bank. Aber um viertel vor eins waren wir dort. Ich war schon sehr aufgeregt. Die Hunde bellten auch schon. Petra kam zum Vorschein. Sie begrüßte uns und sagte zu den Hunden, sie sollten ruhig sein. Als wir auch Hardy begrüßt hatten, unterhielten wir uns zuerst. Dann kam das Schönste des ganzen Tages: Nessies Babies! Die waren soo süß! Petra sagte, daß wir auch zwei oder drei Hunde bestellen könnten! „Jaaaa!“, sagte Mama und guckte Papa an und nickte. Nessie legte sich hin, damit die Babies trinken konnten. Um drei Uhr sagte Petra, daß sie mit den Hunden spazieren geht. Sie fragte: „Wer geht mit?“ Steve, ich und Germaine gingen mit. Ich durfte Gaia halten. Petra erklärte uns noch vieles. Nach einer Weile fragte Petra, ob wir umkehren wollten. „Ja.“, sagte meine Mutter. Auf einmal machte Alba ein ganz komisches Geräusch. Mama sagte: „Was ist mit Alba los?“ Aber gleich wußte sie es! Alba hatte sich übergeben, weil sie Gras gefressen hatte. Als wir wieder im Haus waren, übergab sich Binta auch. Jetzt waren noch zwei andere Leute gekommen, die auch einen Hund haben wollten. Wir unterhielten uns alle noch lange und guckten auch nochmals die Hundebabies. Dann sagte Papa: „Wir fahren jetzt, denn Steve ist müde vom langen Tag.“ Zuhause aßen wir noch etwas und gingen schließlich ins Bett. In der Nacht träumte ich von den kleinen Hundebabies!

Wir danken den Eltern von Sandy Braun für die freundliche Überlassung dieses Textes!